Blog Fahrsicherheitstraining der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin
Einsatzfahrten stellen Feuerwehrangehörige immer wieder vor besondere Herausforderungen. Trotz Sonder- und Wegerechten gilt es, jederzeit einen kühlen Kopf zu bewahren und die Einsatzfahrzeuge sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen. Unerwartete Situationen, schwierige Witterungsverhältnisse oder das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer können Alarmfahrten schnell zu einer anspruchsvollen Aufgabe machen. Um für solche Situationen bestmöglich vorbereitet zu sein, nahmen am Samstag, den 04. Juli 2026, zwölf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin an einem Fahrsicherheitstraining im ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich teil.
Einsatzfahrten stellen Feuerwehrangehörige immer wieder vor besondere Herausforderungen. Trotz Sonder- und Wegerechten gilt es, jederzeit einen kühlen Kopf zu bewahren und die Einsatzfahrzeuge sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen. Unerwartete Situationen, schwierige Witterungsverhältnisse oder das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer können Alarmfahrten schnell zu einer anspruchsvollen Aufgabe machen. Um für solche Situationen bestmöglich vorbereitet zu sein, nahmen am Samstag, den 04. Juli 2026, zwölf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin an einem Fahrsicherheitstraining im ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich teil.
Für das Training kamen vier unterschiedliche Einsatzfahrzeuge zum Einsatz: das LF-KatS der Einheit Mülldorf, die Drehleiter (DLK) der Einheit Menden, das LF 10 der Einheit Niederpleis sowie das TLF 4000 der Einheit Buisdorf. Dadurch konnten die Teilnehmer Erfahrungen mit verschiedenen Fahrzeuggrößen, Gewichten und Fahreigenschaften sammeln.
Nach einer kurzen Einweisung in den Tagesablauf und den Übungsplatz ging es direkt in die Praxis. Den Auftakt bildete ein Slalomparcours, bei dem die Teilnehmer ein Gefühl für das Fahrverhalten und die Stabilität der Einsatzfahrzeuge entwickeln konnten. Anschließend standen Gefahrenbremsungen auf dem Programm. Zunächst wurde auf trockenem Untergrund bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten das richtige Bremsverhalten trainiert.
Im weiteren Verlauf wurden die Anforderungen deutlich gesteigert. Auf einer speziellen Gleitfläche, die winterliche Straßenverhältnisse simuliert, übten die Teilnehmer zunächst Gefahrenbremsungen auf rutschigem Untergrund. Nachdem auch diese Herausforderung gemeistert war, kam eine weitere Aufgabe hinzu: Während einer Gefahrenbremsung mussten plötzlich auftauchenden Hindernissen ausgewichen werden, die durch Wasserfontänen simuliert wurden. Dabei konnten die Fahrer eindrucksvoll erleben, wie das ABS (Anti-Blockier-System) arbeitet und wie wichtig es ist, auch in kritischen Situationen ruhig zu bleiben und das Fahrzeug kontrolliert zu führen.
Nach einer kurzen Mittagspause wartete ein besonderes Highlight auf die Teilnehmer. Eine abwechslungsreiche Rallye sorgte nicht nur dafür, die müden Knochen wieder in Schwung zu bringen, sondern stellte das zuvor Gelernte noch einmal auf die Probe. Der Parcours kombinierte Slalomfahren, Vorwärts- und Rückwärtseinparken, das Fahren einzelner Streckenabschnitte unter Nutzung von Sondersignalen sowie eine abschließende Gefahrenbremsung in einem eng markierten Bremsbereich; und das alles auf Zeit. Dabei waren Präzision, Fahrzeugbeherrschung und Teamgeist gleichermaßen gefragt.
Im Anschluss an den kleinen Wettkampf rückte das Fahrverhalten in Kurven unter erschwerten Bedingungen in den Mittelpunkt des Trainings. Zunächst wurde die Gefahrenbremsung in einer bergab führenden, nassen Kurve geübt. Dabei kam es insbesondere darauf an, den richtigen Zeitpunkt für die Bremsung zu wählen und ein gutes Gespür für die Fahrzeugbewegungen zu entwickeln. Schnell wurde deutlich, wie stark sich Gewicht, Geschwindigkeit und Fahrbahnbeschaffenheit auf das Fahrverhalten der unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge auswirken. Auch bei dieser Übung wurde der Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt erhöht und verlangte den Teilnehmern höchste Konzentration ab.
Den Abschluss des Trainingstages bildete eine Übung zum richtigen Verhalten bei einem ausbrechenden Fahrzeugheck auf nasser und rutschiger Fahrbahn. In einer speziell präparierten Kurve konnten die Fahrer gezielt erleben, wie sich ein instabiles Fahrzeug verhält und wie durch richtiges Lenken sowie das Zusammenspiel mit den elektronischen Fahrassistenzsystemen die Kontrolle über das Fahrzeug wiederhergestellt werden kann. Da diese Übung mehrfach wiederholt werden konnte, hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, das Verhalten jedes eingesetzten Fahrzeugtyps kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen mit den unterschiedlichen Fahreigenschaften zu sammeln.
Nach einem erfolgreichen Tag mit zahlreichen praktischen Übungen konnten alle Teilnehmer viele wertvolle Tipps und eine große Portion zusätzlicher Fahrpraxis mit nach Hause nehmen. Das Fahrsicherheitstraining leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Einsatzfahrzeuge auch in außergewöhnlichen Situationen sicher zu beherrschen und Alarmfahrten mit noch mehr Umsicht und Feingefühl durchzuführen – denn nur wer sein Fahrzeug auch in Grenzsituationen sicher beherrscht, kann im Einsatz schnell und vor allem sicher Hilfe leisten.
Die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin bedankt sich herzlich beim Trainer Robin, der mit seiner fachlichen Kompetenz, seiner ruhigen Art und einer gelungenen Mischung aus Theorie, Praxis und Humor für einen lehrreichen und abwechslungsreichen Trainingstag gesorgt hat.
Dieser Artikel wurde am 15. Juli 2026 um 16:16 Uhr von Kevin Hofenbitzer verfasst und in "Übungen" abgelegt.
