Blog JFW-Zeltlager 2011 in Hangelar
Am Freitag um 17 Uhr begrüßten die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Hangelar und ihre Betreuer die anderen fünf JFW-Gruppen der Stadt Sankt Augustin und die Jugendfeuerwehr aus Bonn-Holzlar zum Zeltlager 2011, welches vom 15.07. bis zum 17.07. auf einem Übungsplatz der Bundespolizei in Hangelar stattfand. Von der Jugendfeuerwehrgruppe aus Menden waren 14 Jugendliche und zwei Jugendwarte der Einladung zum diesjährigen Zeltlager gefolgt.
Nachdem im Laufe des Nachmittags die vielen Zelte bezogen waren, trafen sich die Jugendlichen und ihre Betreuer zur offiziellen Eröffnung durch unseren Stadtjugendwart Stephan. Neben den Jugendlichen begrüßte Stephan weitere Gäste, unter anderem unseren Bürgermeister Klaus Schumacher, der den Jugendlichen ein schönes Zeltlager wünschte. Unter den Gästen befand sich auch die Schirmherrin des Zeltlagers Frau Marika Roitzheim, welche ein ganz besonderes Geschenk im Gepäck hatte. Über dem gesamten Zeltlager-Wochenende sollte eine Olympiade stattfinden und für den Sieger stiftete Frau Roitzheim einen riesengroßen Pokal. Auch der Leiter der Feuerwehr, Dirk Engstenberg, ließ es sich nicht nehmen und begrüßte ganz herzlich alle Jugendlichen und Betreuer und wünschte ihnen ein schönes und spannendes Lagerwochenende. Da er an diesem Tag Geburtstag hatte, brachten wir ihm alle zusammen ein Ständchen und Stephan überreichte ihm im Namen aller Jugendfeuerwehr-Mitglieder ein kleines Geschenk.
Nach der Begrüßung hatten wir uns dann erst mal mit Nudeln und Rindergulasch gestärkt, denn schon am Abend sollte die Olympiade starten. Stephan und seine tatkräftigen Helfer bauten einen „Menschen-Kicker“ auf. Das Spiel funktioniert ähnlich wie Tischfußball, nur mit echten Spielern. Die zwei Mannschaften mit jeweils fünf Spielern stehen im Feld, wie bei einem Tischfußball an Stangen fixiert. Alle Spieler müssen ihre Hände an der Stange lassen, auch der Torwart. Dabei können Spieler, die mit anderen Mitspielern an einer Stange spielen, nur gemeinsam nach links oder rechts bewegen. Diese gegenseitige Abhängigkeit sorgte oft für Erheiterung unter den Spieler und Zuschauern. Anschließend lernte man sich dann am gemütlichwarmen Lagerfeuer näher kennen.
Nach dem reichhaltigen Frühstück sollte der Samstagvormittag ganz im Zeichen der „Dorfrallye“ durch Hangelar stehen, welche auch Bestandteil der Olympiade war. Dazu mussten die JFW-Leute immer wieder bestimmte Punkte in Hangelar aufsuchen, wo sie Fragen zu beantworten hatten oder verschiedene Aufgaben erfüllen mussten. Da wir beim Menschen-Kicker am Vorabend uns zwischenzeitlich den zweiten Platz gesichert hatten, durften wir auch als zweite Gruppe zur Dorfralley starten. Bei dieser Ralley mussten wir alle immer unsere Augen aufhalten, denn überall in Hangelar, unter anderem in Fenstern von Wohnungen oder sogar in den Dekorationen der Hangelarer Geschäfte, waren Zettel mit Zahlen zu finden, welche notiert werden mussten, da diese später für eine weitere Aufgabe benötigt wurden. Die Dorfralley führte uns kreuz und quer durch Hangelar bis wir dann am Freibad von Sankt Augustin eintrafen. Dort musste dann zum ersten Mal einer unser beiden Jugendwarte ran. Dafür hatten wir uns Frederik ausgesucht. Frederik musste dann so schnell wie möglich zum Turm der Bademeister laufen, dort einen weißen Anzug anziehen und mit diesem im Nichtschwimmerbecken nach einem Schlüssel tauchen. Dieser Schlüssel passte bei den Umkleidekabinen auf ein Schließfach, worin sich wiederum eine weitere Aufgabe befand. Nachdem nun auch wir alle uns ein wenig Abkühlung im Freibad verschaffen durften ging es zum Mittagessen erst mal wieder zum Zeltlagerplatz. Dort mussten wir erst mal enttäuscht feststellen, dass die anderen Gruppen ihre „Hausaufgaben“ besser gemacht hatten und wir auf den letzten Platz der Gesamtwertung abgerutscht waren.
Nach dem Mittagessen, es gab Siedewürstchen im Brötchen und zum Nachtisch Joghurt und Hefeteilchen, sammelten sich die Jugendlichen der einzelnen Löschgruppen/-züge an einem großen Hüpfburgen-Parcours, den Stephan mitten auf den Platz durch seine Helfer hat aufbauen lassen. Dieser Parcours war Mittelpunkt des Finalspieles der Olympiade. Als erstes mussten drei Golfbälle durch einen B-Schlauch gerollt werden. Sobald diese aus dem Ende des Schlauches heraus waren durfte Eric, unser zweiter Jugendwart, starten. Er musste mit verbundenen Augen (durch eine extra dafür angefertigte Taucherbrille wie bei „Wetten dass...“), in der linken Hand eine Fähnchen und in der rechten Hand einen Löffel gefüllt mit Erbsen haltend, den Hüpfburgen-Parcours bestreiten. Dabei wurde er durch Philipp, welchen wir für die Olympiade zu unserem Spielführer gewählt hatten, unterstützt. Philipp durfte Eric aber nicht direkt führen, sonder nur durch zurufen den richtigen Weg zeigen. Nachdem Eric und Philipp den Parcours bestritten hatten, mussten auch wir zweimal den Parcours durchlaufen. In der Zwischenzeit begaben sich Philipp und Eric zum Ziel, wo auf einem Tisch zwei Schokoküssen auf sie warteten. Nachdem wir alle aus dem Parcours wieder bei ihnen waren, mussten sie die Schokoküsse so schnell wie nur möglich essen. Dabei durfte sie aber keine Hände benutzen. Die brauchte Eric auch nicht, denn in einen Happen war der Negerkuss inklusive Waffel im Mund und vertilgt. Nun wurde endlich die Zeit gestoppt und wir durften erfahren, dass wir in dieser Kategorie die schnellste Zeit hingelegt hatten. Vielleicht klappte es ja, dass wir den einen oder anderen Platz in der Gesamtwertung wieder nach oben rutschen konnten.
Zwischendurch bekamen wir dann sehr überraschenden Besuch. Da Dirk Engstenberg sich sehr über das Ständchen und Geschenk von uns am Vortag gefreut hatte, schickte er uns einen Eismann vorbei und jeder durfte sich eine Kugel Eis aussuchen.
Selbstverständlich wurde abends gegrillt. Schließlich gehört das zu einem „richtigen“ Zeltlager dazu. Nachdem wir uns dann noch ein wenig von dem anstrengenden Samstag erholt hatten, fing es leider an zu regnen und das Lagerfeuer konnte nicht so richtig genossen werden, sodass wir relativ schnell total kaputt in unsere Schlafsäcke fielen.
Bereits vor dem Frühstück am Sonntagmorgen wurden dann schon wieder alle Zelte abgebaut, alle Taschen verstaut und der Zeltplatz aufgeräumt. Nach dem Frühstück begrüßte Stephan unsere Schirmherrin Frau Roitzheim, welche es sich nicht nehmen ließ den von ihr gestifteten Pokal persönlich zu überreichen.
Unser Stadtjugendwart Stephan postierte dann noch alle Jugendlichen zu einem Gruppenfoto bevor er uns verabschiedete. Anschließend fuhren alle Jugendliche und Betreuer reichlich müde an ihre Standorte zurück.
Dieser Artikel wurde am 21. Juli 2011 um 17:51 Uhr von Eric Schumacher verfasst und in "Jugendfeuerwehr" abgelegt.
