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Blog Bericht zu dem Einsatz der IV. Bereitschaft des Regierungsbezirkes Köln aus Sicht des Löschgruppenfahrzeuges Menden LF10


Am Mittwoch, den 11.06.2014, erfolgte über die Bezirksregierung Köln die Alarmierung der IV. Bereitschaft für den Einsatz in der Stadt Essen. Der Auftrag vor Ort war die Beseitigung von Sturmschäden, welche durch ein Unwetter an Pfingstmontag entstanden waren.

Der Einsatz wurde für den 13.06.2014 vorgeplant. Durch die frühzeitige Alarmierung konnten noch einige Vorbereitungen für den Einsatz getätigt werden. Im Standort Menden wurde per Telefon eine Fahrzeugbesatzung zusammengestellt sowie das Löschgruppenfahrzeug mit zwei zusätzlichen Motorkettensägen und dem entsprechenden Zubehör ausgerüstet.

Am Morgen des Einsatzes trafen sich die Kräfte aus Menden um 5:00 Uhr am Gerätehaus. Von hier fuhr man das in Buisdorf ansässigen Zentrallager des Lebensmitteldiscounters Aldi an. Dort wurde der Sammelplatz für die Kräfte, welche aus dem Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Bonn kamen, eingerichtet. Unterstützt wurden die Kräfte aus Menden dabei durch Kameraden der Löschgruppe Hangelar, des Löschzuges Mülldorf und die Hauptamtlichen Gerätewarte.

Ab 6:00 Uhr trafen die ersten Kräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen dort ein. Diese wurden registriert und den vorgesehenen Zügen zugeteilt. Anschließend wurde ihnen eine Parkposition zugewiesen. Die eingesetzten Kräfte konnten sich während der Wartezeit mit Brötchen und Kaffee für den kommenden anstrengenden Einsatz stärken. Gegen 6:45 Uhr waren alle Kräfte vor Ort. Um 7:00 Uhr setzte sich der Marschverband, welcher aus ca. 60 Fahrzeugen und ca. 260 Einsatzkräften bestand, in Bewegung.

Die Führungsgruppe hatte sich schon früher auf den Weg gemacht und erwartete den Marschverband an der Hauptfeuerwache in Essen. Dort fand eine Lagebesprechung statt, in der jeder Zug einen Einsatzabschnitt zugewiesen bekam. Nach einer weiteren kurzen Lagebesprechung zwischen dem Zugführer und den Fahrzeugführern fuhren wir geschlossen in den uns zugewiesen Einsatzabschnitt im Essener Süden.

Der Zug, welchem das Mendener Löschgruppenfahrzeug zugewiesen war, bestand zudem aus Kräften der Feuerwehr Königswinter, Troisdorf und der Drehleiter aus der Stadt Netphen in Kreis Siegen-Wittgenstein.

In dem Einsatzabschnitt wurden den Fahrzeugen die Einsatzaufträge zugewiesen. Durch die Kräfte aus Menden wurden acht Einsatzstellen abgearbeitet. Wobei wir nur bei fünf Einsatzstellen tätig geworden sind. Denn wie das bei so großen Flächenlagen üblich ist, wählt ein Bürger den Notruf und meldet eine Gefahrenstelle, und der nächste Bürger beseitigt diese selbsttätig, meldet dies aber nicht der Feuerwehr, da er ja gar nicht weiß, ob dies vorher geschehen ist. Daher kamen wir auch an Einsatzstellen, welche schon abgearbeitet waren. An den Einsatzstellen an denen wir tätig werden mussten, wurden Äste in verschiedenen Größen mittels Motorkettensäge, Bügelsage oder pure Muskelkraft abgetrennt oder zerkleinert.

Gegen 18:00 Uhr war der Einsatz für die Mendener Kräfte in Essen beendet und wir machten uns auf den Weg nach Hause. Dort angekommen galt es noch das Fahrzeug und die Gerätschaften zu reinigen. Der Einsatz konnte schließlich um 20:30 Uhr nach 15,5 Stunden beendet werden.


Dieser Artikel wurde am 22. Juni 2014 um 19:36 Uhr von Frederik Müller verfasst und in "Einsätze" abgelegt.