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Einsatz Personenrettung aus der Hochwasserführenden Sieg


Der Einsatz wurde nach der Standarteinsatzregel "Fließgewässer Sieg" abgearbeitet. Nach diesem Konzept bekommen alle Feuerwehreinheiten die in den Einsatz eingebunden sind einen speziellen Einsatzauftrag. So wurde ein Löschfahrzeug unseres Löschzuges auf der Siegbrücke stationiert. Das zweite Löschfahrzeug kontrollierte die Sieg Flussaufwärts. Diese Fahrzeugbesatzung konnte die Person retten. Die Person war von der Polizei in einer Uferbepflanzung gesichtet worden. Um an das Ufer zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte ca. 250m durch Schlamm und knietiefes Wasser laufen. Ein Feuerwehrkamerad wurde mit einer Schwimmweste ausgerüstet und mit einer schwimmfähigen Leine gesichert. Danach stieg der Kamerad bei nur 2,5°C Wassertemperatur in die starke Strömung und sicherte die Person. Die restliche Fahrzeugbesatzung zog beide Personen dann aus dem Wasser. Anschließend wurde die nicht ansprechbare Person durch eigene Rettungssanitäter erstversorgt und dem Rettungsdienst übergeben. Der Rettungsdienst wurde massiv mit Personal der Feuerwehr unterstützt. So mussten u. a. die rettungsdienstlichen Gerätschaften zur Patientin gebracht werden, da sie auf einer "Insel" lag. Da die Körpertemperatur der Patientin stark abgesunken war, wurde sie mit dem Rettungshubschrauber einer Spezialklinik zugeführt. Die Rückfahrt eines Einsatzfahrzeuges wurde durch widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge von Flohmarktbesuchern erheblich behindert, so dass die nassen Kameraden von einem weiteren Einsatzfahrzeug übernommen werden mussten. Für die Falschparker wurde die Polizei verständigt.

Einsatzdetails

Datum - Zeit:16. Januar 2011 - 11:08 Uhr
Dauer:1 Stunde(n), 40 Minuten
Einsatzort:Menden / Fließgewässer Sieg
Einsatzstichwort:P-WASSER
Einsatzkräfte:LG Meindorf, LZ Menden, Polizei, Rettungshubschrauber, Tauchergruppe, ELW1 Hangelar, LG Niederpleis, LG Buisdorf, LZ Mülldorf, LG Sieglar, Notarzt, RTW, A+B-Dienst