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Einsatz Großbrand in einer Produktion- und Lagerhalle


Die Feuerwehr Sankt Augustin hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag eine besondere Herausforderung zu meistern. In einem Betrieb eines Wasserbettenherstellers hat es einen Brand gegeben. Bei Alarmierung der Feuerwehr stand die Halle von 40m x 40m noch nicht im Vollbrand. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte erfolgte jedoch eine Durchzündung. An einen Löschangriff in der Halle war dabei nicht mehr zu denken. Sofort wurde die Alarmstufe von Brand 2 auf Vollalarm für die Stadt Sankt Augustin erhöht. Weitere Kräfte aus Siegburg wie z. B. den Teleskopmast wurden angefordert. Im ELW 2 des Rhein-Sieg-Kreises wurde der Einsatzstab der Feuerwehr Rhein-Sieg eingerichtet. Der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter waren ebenso vor Ort wie der Bürgermeister. Im Rathaus wurde zudem ein Krisenstab eingerichtet, um seitens der Stadt alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Durch die Stadt wurde ein Bürgertelefon für Nachfragen besorgter Bürger eingerichtet. Die Feuerwehr ging mit insgesamt 8 C-Rohren, 4 B-Rohren und 2 Wenderohren von Drehleiter und Teleskopmast gegen den Brand vor. Später wurden einige Schaumrohre zur Bekämpfung von Glutnestern eingesetzt. Im Einsatz waren ca. 150 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Sankt Augustin sowie der Feuerwehren aus Hennef, Troisdorf und Königswinter. Das Feuer war nach ca. 1 Stunde in soweit unter Kontrolle, dass eine Brandausbreitung auf benachbarte Betriebe verhindert wurde. Die Nachlöscharbeiten zogen sich über den gesamten Tag. Mittels schwerem Gerät des THW und eines Unternehmers aus Sankt Augustin mußte dann die Außenhaut des Gebäudes entfernt werden, um an die Glutnester im Inneren des Gebäudes vordringen zu können. Durch die Rauchentwicklung ist es insbesondere in den Ortsbereichen von Hangelar und Sankt Augustin-Ort zu Geruchsbelästigungen und zu Niederschlägen von Ruß gekommen. Ständige Messungen der Messgruppe des Rhein-Sieg-Kreises haben jedoch ergeben, dass keine Gefahr für die Gesundheit bestanden hat. Dies wurde auch durch die ebenfalls an der Einsatzstelle tätigen Mitarbeiter des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Vorsorglich informierte die Feuerwehr über die Medien und mittels Lautsprecherdurchsagen in den betroffenen Wohngebieten, dass im Umkreis der Einsatzstelle die Anwohner vorsorglich die Fenster und Türen geschlossen gehalten werden sollten. Diese Warnungen wurden um ca. 16 Uhr auf gleichem Wege aufgehoben. Während der langen Einsatzdauer wurden die Feuerwehrkameraden durch das Deutsche Rote Kreuz sowie den Malteser Hilfsdienst mit Mahlzeiten versorgt, damit sich die Einsatzkräfte neue Energie für die anstrengende Tätigkeit holen konnten. Herzlichen Dank an die Kollegen von DRK und MHD, die einen tollen Job gemacht haben. Auch danken wir der Firma Rüdell, die ihre in der Nachbarschaft liegenden Räumlichkeiten als Verpflegungsstation zur Verfügung gestellt haben. Der Löschzug Menden wurde nach fast 16 Stunden aus dem Einsatz entlassen. Er hatte während des Einsatzes gemeinsam mit der Löschgruppe Niederpleis die Aufgabe, die Brandbekämpfung von der Rückseite des Gebäudes vorzunehmen. Dazu setzte allein der Löschzug Menden 1 B-Rohr und 2 C-Rohre ein, später kam noch ein Schwerschaunrohr zum Einsatz. Des weitern wurde eine Wasserversorgung über eine Länge von ca. 600 Metern verlegt, die der Wasserversorgung des Einsatzabschnittes 2 diente. Eine zweite Wasserversorgung über eine Länge von ca. 100 Metern wurde zum Teleskopmast der Feuerwehr Siegburg verlegt. Des weitern wurde das MTF Menden zu Lautsprecherdurchsagen mit Warnhinweisen für die Bevölkerung eingesetzt. Der Gerätewagen Logistik kam zur Versorgung der Einsatzstelle mit Betriebstoffen und Einsatzmittel zum Einsatz. Für die Einrichtung und das Betreiben eines Logistikplatz für die gesamte Einsatzstelle ein war der Löschzug Menden ebenfalls verantwortlich. Der Brand war das größte Brandschadensereignis auf Sankt Augustiner Stadtgebiet seit 25 Jahren. Pro Minute (!) wurden ca. 10.000 l Wasser auf den Brand abgegeben. Mehr als 10.000 l Schaummittel wurden während des Einsatzes verbraucht. Von der Feuerwehr Siegburg und der Berufsfeuerwehr Bonn wurde die Sankt Augustiner Feuerwehr mit Schaummittel versorgt. Die Sankt Augustiner Löschgruppen und -züge waren alle am Einsatzort in Hangelar. Während des Einsatzes stellten Kräfte der Feuerwehr Troisdorf den Grundschutz in Sankt Augustin sicher. Für den Fall eines weiteren Einsatzes in Sankt Augustin wäre also schnelle Hilfe garantiert gewesen. Im Einsatz waren: A+B-Dienst, KBM, stv. KBM, ELW2 RSK, gesamte Feuerwehr Sankt Augustin, Teleskopmast Siegburg, AB Schaummittel Siegburg, Messgruppe Siegburg, Messgruppe Troisdorf, Messgruppe Königswinter, Atemschutzgerätewagen Siegburg, Notarzt + RTW in Bereitstellung, Bürgermeister, Dezernent, Krisenstab der Stadtverwaltung Ordnungsamt, Mitarbeiter Kläranlage mit Saugwagen, Polizei, Versorgung durch DRK und MHD, Technisches Hilfswerk (THW).

Einsatzdetails

Datum - Zeit:03. November 2012 - 01:17 Uhr
Dauer:16 Stunde(n), 0 Minuten
Einsatzort:Hangelar / Westerwaldstraße
Einsatzstichwort:B4
Einsatzkräfte:Messgruppe Troisdorf, Ordnungsamt, Bürgermeister, Polizei, Messgruppe Siegburg, KBM, ELW2 RSK, stellv. KBM, Atemschutzgerätewagen Siegburg, FW Troisdorf, Mitarbeiter Kläranlage, Teleskopmast Siegburg, Notarzt, RTW, A+B-Dienst, FW Sankt Augustin